Robert Bosch Italy

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"Das Ziel war es, herauszufinden, was wir tun können, um das Unternehmen besser zu machen."
Wie die Umsetzung von Mitarbeiterbefragungen gelingen kann!

Seit 2005 führt Robert Bosch weltweite Mitarbeiterbefragungen durch, die alle zwei Jahre wiederholt werden. 2007 haben mehr als 223.000 Mitarbeiter in mehr als 40 Sprachen daran teilgenommen. Für Robert Bosch Italien bedeutet das 5.073 Fragebögen online und in Papier.
Das Ziel war es, herauszufinden, was wir tun können, um das Unternehmen besser zu machen. Durch die Mitarbeiterbefragung bekamen wir klare Antworten unserer Mitarbeiter. Sie zeigen uns, wo es Handlungsbedarf gibt.

EUCUSA begleitete uns mit einem Team von Experten während des ganzen Projektes. Die Berater halfen uns, die Befragung gut zu inszenieren, die richtigen Fragen zu stellen und die Ergebnisse besser zu verstehen und zu interpretieren. Von Anfang an wurde uns bewusst, welche wichtige Rolle die Kommunikation in diesem Projekt spielt. Deshalb haben wir viel in den Dialog mit unseren Mitarbeitern investiert. Das hat geholfen, um ihnen die Wichtigkeit ihrer Antworten für unseren und ihren Erfolg verständlich zu machen. Welchen besseren Slogan hätten wir haben können als: „La tua opinione conta – Deine Meinung zählt“? Dieser Approach half uns, in beiden Jahren über 80 Prozent Rücklauf zu bekommen. Die Beteiligung ist auf hohem Niveau 2007 sogar auf 82,6 Prozent gestiegen.

Areas of change identifiziert und AS-Teams installiert

Mit den Resultaten aus 2005 in Händen, identifizierten wir die Handlungsfelder für Veränderungen und definierten eine klare Projektstruktur. Das Projekt wurde zentral von der Italienischen Personalabteilung koordiniert. Gleichzeitig identifizierten die lokalen HR-Departments ihre Handlungsfelder und definierten klare Aktionspläne. Wir führten das in einem Top-Down-Approach durch. Jedes Management-Team legte in Workshops seine spezifischen Handlungsfelder fest und definierte Maßnahmen auf company level. In nahezu allen Standorten wurden anschließend Maßnahmen auf Abteilungsebene beschlossen. Die Personalabteilung übernahm das Monitoring des Prozesses aber die wichtige Rolle in der Umsetzung lag bei den Linienmanagern und deren Teams.
Uns war bewusst, dass schneller Erfolg nicht kommen kann, wenn das ganze Projekt ein reines Anliegen der Personalabteilung bleibt. Wir wählten deshalb Schlüsselpersonen für Mitarbeiterzufriedenheit in jeder Abteilung aus und bildeten „AS-Teams (AS = Associate Survey)“. Diese Teams übernahmen das lokale Monitoring und gaben uns Feedback über den Umsetzungsprozess. Sie entwickelten wirklich großartige Ideen und sorgten für gute Kommunikation der Maßnahmen.

Follow-up Survey und After-Work Party - von Mitarbeitern für Mitarbeiter

Nach einem Jahr machten wir eine einfache Umsetzungsbefragung aber das Feedback war nicht so gut, wie wir gehofft hatten. Deshalb entschieden wir, unsere Mitarbeiter noch mehr in das Projekt zu involvieren und entwickelten Aktionen, bei denen eben sie die Hauptrolle spielen und Verantwortung für Change übernehmen sollten. Das erzeugte einen Teamgeist, den wir durch Events wie die „After-Work-Party“ noch unterstützten. Diese Events wurden von unseren Mitarbeitern in ihrer Freizeit mit großer Leidenschaft organisiert und kamen deshalb auch so gut an.
In einem Wettbewerb mit dem Namen „The bridge – Die Brücke“ wählten wir die besten drei Projekte eines Jahres aus, die einen Bezug zu Zusammenarbeit & Innovation und nachhaltigen Nutzen hatten.
Unsere AS-Teams wurden aktiver und verwandelten sich in richtige Change-Agents innerhalb ihrer Abteilungen. Wir intensivierten auch unsere interne Kommunikation bezüglich AS-Aktivitäten und publizierten mehr als 100 Seiten Berichte in unserer Firmenzeitung „Panorama Bosch“ über die Umsetzung der Mitarbeiterbefragung. Das maßgeschneiderte Management Development Programm „The value of errors – der Wert der Fehler“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie ernst wir die Antworten aus der Mitarbeiterbefragung nehmen. Das Programm wurde entwickelt, um Managern zu vermitteln, wie Fehler vorbeugend vermieden, behandelt und als Quelle für Qualitätsmaßnahmen genutzt werden können. Sie lernten auch, wie man konstruktives Feedback an Teams gibt.

Mit Commitment von oben um 12 Prozent besser geworden
Das starke Commitment der Geschäftsleitung war der Schlüsselfaktor für die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. Das zeigt sich ganz klar in einer Steigerung des EUCUSA-Vergleichs-Indexes um 12 Prozent.
Enthusiasmus, Kreativität und Involvement der Mitarbeiter waren die vitalen Erfolgsfaktoren für diesen geglückten Wandel der Kultur. Dazu hat auch beigetragen, dass die Mitarbeiterbefragung nun nicht mehr als ein „Event“ gesehen wird, der alle zwei Jahre stattfindet, sondern als integraler Bestandteil unseres täglichen Handelns.
Obwohl wir stolz auf unseren Erfolg sein können, dürfen wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen und glauben, der Prozess liefe jetzt allein weiter. Ich bin sicher, dass diese Gefahr nicht besteht. Denn unsere engagierten Teams arbeiten bereits daran, dass AS09+ noch ein kleines Stück erfolgreicher wird als 2007. Der erste Workshop mit EUCUSA findet dazu im April 2008 statt.

Präsentation Bosch Italien (PDF 3,1 MB)